"Dann bekommen wir wieder die Pistole auf die Brust gesetzt"

July 19, 2018

Mehr Informationen gewünscht: Heiner Engelbracht (Foto) möchte Spekulationen um den Bau eines Supermarktes auf dem Rathausplatz beenden und zur Fakten zurückkehren. Die Verwaltung sollte nicht erst auf das Konzept des Investors warten

Seitdem die Meldung in der Öffentlichkeit steht, dass in drei bis fünf Jahren ein Supermarkt an der Stelle des heutigen Rathauses errichtet werden könnte, kommt das Thema nicht mehr zur Ruhe. Die SPD fordert nun ein Ende der Spekulationen und sieht die Verwaltung gegenüber der Bevölkerung in der Informationspflicht.

Die Verwaltung könnte für weitere Informationen sorgen

„Die Verwaltung gibt eine solche Nachricht ohne Rücksprache mit dem Rat heraus und sieht sich nun für die weiteren Informationen erst einmal nicht mehr verantwortlich. Das geht so nicht“, meint der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Heiner Engelbracht. Auf Nachfrage sei aus der Verwaltung bislang nur zu hören, dass die Lüning-Gruppe, die den Vollsortimenter in der Innenstadt errichten möchte, ein Konzept vorlegen müsse. „Es ist doch klar, dass so nun die wildesten Spekulationen im Umlauf sind. Aktuell scheint die Verwaltung kein Konzept zu haben, um wieder auf eine diskussionsfähige Faktenbasis zu kommen“, kritisiert Engelbracht.

 

Verkehrsgutachten und Konzept für neuen Verwaltungsstandort wären möglich

 

Dabei hat die Stadt aus Sicht der SPD durchaus Möglichkeiten, schon jetzt zu informieren. „Warum präsentiert die Verwaltung nicht schon einmal ein Verkehrsgutachten? Schließlich ist bereits bekannt, dass der mögliche Supermarkt 120 Parkplätze beinhalten soll und Anlieferverkehr generieren wird. Warum kann die Verwaltung nicht schon ein Konzept zu ihrem künftigen Standort und dem Leistungsumfang des möglichen Bürgerbüros vorlegen, falls der Supermarkt kommt?“, fragt sich Engelbracht.

 

Der Ortsverein der SPD wird sich in den nächsten Wochen ein eigenes Bild von der Stimmungslage innerhalb der Bad Lippspringer Bevölkerung machen. „Letztendlich kann keiner genau sagen, ob die Bürgerinnen und Bürger dafür oder dagegen sind. Auch hier gibt es nur Gerüchte.“ Abzuwarten, bis die Lüning-Gruppe ein Konzept vorgelegt hat, ist für die Badestädter Sozialdemokraten nicht akzeptabel. „Dann geht es nur noch um das Konzept und wir bekommen schon wieder die Pistole auf die Brust gesetzt. Es wird in dem Moment nur noch heißen, ja oder nein. Das sollte nach der unglücklichen Erstveröffentlichung verhindert werden. Sonst kann es auch sein, dass eine Idee, die sich vielleicht sogar als positiv herausstellt, schon vorab komplett zerredet worden ist“, mahnt Engelbracht und ergänzt, dass die SPD nach den Erfahrungen der letzten Wochen grundsätzlich skeptisch eingestellt bleibt. Das habe auch die gut besuchte Diskussion auf der jüngsten Versammlung des Ortsvereins gezeigt. 

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